Dienstag, 6. Januar 2009

0 Tiefenschärfe bzw. Schärfentiefe

Sicher haben sie schon einmal ein Foto gesehen, das vom Vorder- bis zum Hintergrund eine durchgängige Schärfe hat. Hier wird von einer hohen Tiefenschärfe (Schärfentiefe) gesprochen. Wenn nur das Hauptmotiv scharf dargestellt wird, dann meint man eine geringe Tiefenschärfe.
Beeinflusst wird die Tiefenschärfe von vier Faktoren: der Blendenöffnung, dem Abstand zum Motiv, die verwendete Brennweite und die Abmessungen des Bildsensors.

Die Blendenöffnung

Wird auf der Entfernungsskala des Objektives eine Entfernung von 2m fest eingestellt, so können sie die Tiefenschärfe durch eine Veränderung der Blendenzahl verändern. Niedrige Blendenwerte, also große Blendenöffnungen (z.B. F/1.7) bewirken eine niedrige Tiefenschärfe. Hohe Blendenwerte, also kleine Blendenöffnungen (z.B. F/22) bewirken eine hohe Tiefenschärfe.
Verändern sie die Tiefenschärfe über die Blendenöffnung, verändert sich die Verschlusszeit. Große Blendenöffnungen lassen mehr Licht durch. Niedrige Blendenöffnungen können hingegen zu Verwacklungen führen, da nur wenig Licht zum Bildsensor gelangt und die Belichtungszeit dadurch länger wird. Daher sollten sie ein Stativ verwenden, wenn mit kleinen Blendenöffnungen gearbeitet wird.


Der Abstand

Je näher sie sich dem Hauptmotiv nähern, desto geringer ist die Tiefenschärfe. Dies ist z.B. in der Makrofotografie ein Problem. Bei der Makrofotografie handelt es sich um Nahaufnahmen von Blumen, Insekten usw... Um eine ausreichende Tiefenschärfe zu erreichen muss stark abgeblendet werden und führt zu langen Belichtungszeiten.
Ist das Hauptmotiv weit entfernt, z.B. eine Bergkette in der Ferne, ist die Tiefenschärfe sehr hoch.

Die Brennweite

Objektive mit sehr niedrigen Brennweiten (Weitwinkelobjektive) besitzen eine höhere Tiefenschärfe als Objektiven mit sehr langen Brennweiten (Teleobjektive).

Der Bildsensor

Je größer die Abmessungen des Bildsensors sind, desto niedriger wird auch die Tiefenschärfe. Das liegt daran, das längere Brennweiten benötigt werden, um den selben Bildausschnitt zu erhalten.
Kompaktkameras verwenden einen kleineren Bildsensor als eine DSLR und damit auch kürzere Brennweiten um den selben Bildausschnitt abzubilden. Folglich haben Kompaktkameras eine höhere Tiefenschärfe.
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