Dienstag, 6. Januar 2009

0 DSLR Sensorreinigung

Was tuhen, wenn der Sensor verschmutzt ist?

Alle paar Monate ist es so weit: Der Sensor ist verschmutzt. Meist macht sich der Schmutz dann bemerkbar, wenn auf dem Foto kleine dunkle Punkte auftauchen, die dort eigentlich nicht sein sollten und es wird Zeit für eine Sensorreinigung.


Dies ist kein Grund zur Beunruhigung. Das Foto kann durch das Stempel- bzw. Heilenwerkzeug in "Photoshop " oder "The Gimp" gerettet werden. Letzteres ist im Internet kostenlos erhältlich.

Bevor es mit der Sensorreinigung los geht, sollten alle Fehlerquellen ausgeschlossen werden. Sind Objektiv oder Filter evtl. grob verschmutzt? Machen sie auch ein Testfoto, um zu erkennen, welche Teile des Sensors verschmutzt sind, um gezielter zu reinigen. Dazu fotografieren sie ein Blatt Papier oder eine weiße Wand bei Blende 16 oder niedriger (höherer Blendenwert). Überprüfen sie das Foto an ihrem PC, da das Display einer DSLR für eine Beurteilung einer Sensorverschmutzung zu klein ist. Ich verwende selten Blendenstufen über 8 und gebe mich daher auch mit niedrigeren „sauberen“ Blenden zufrieden. Anmerkung: Das Abblenden macht den Schmutz auf dem Sensor sichtbarer.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Sensor einer DSLR zu reinigen. Ich stelle Ihnen einige Arten der Sensorreinigung vor, übernehme jedoch keinerlei Garantie bzw. Vernatwortung. Eine Sensorreinigung sollte nur dann durchgeführt werden, wenn der Sensor auch wirklich verschmutzt ist. Kontrollieren Sie vor der Sensorreinigung, ob der Akku voll aufgeladen ist, da das Offenhalten des Verschlusses viel Strom verbraucht. Anschließend schrauben Sie das Objektiv ab und klappen den Spiegel hoch. Wie das geht können Sie aus dem Handbuch Ihrer DSLR entnehmen.


1. Sensorreinigung mit Klistierspritze

Als erstes Sollte der Sensor ihrer DSLR mit einer Klisitierspritze abgepustet werden. Eine Klistierspritze ist ein Blasebalg für ca. 7€ aus der Apotheke. Nehmen Sie ruhig eine Größere, die macht mehr Wind als die Kleinen.

Vermeiden Sie es, mit dem Mund den Sensor abzublasen. Es können leicht Tröpfchen auf den Sensor gelangen, die sich nur durch eine Nassreinigung entfernen lassen.


Beim Abpusten darauf achten, den Sensor mit der Klisitierspritze nicht zu berühren. Pusten Sie ca. 1 Minute den Sensor ab und halten sie dabei ihre Kamera auf dem Kopf, damit der Dreck gleich rausfällt. Nachdem sie ihren Sensor gereinigt haben machen Sie ein Testbild. Sollte der Sensor noch immer verschmutzt sein, hilft vllt. eine Nassreinigung.


2. Nassreinigung mit Isopropanol

Für eine Nassreinigung verwende ich 100 prozentiges Isopropanol (Methanol geht auch) aus der Apotheke und Q-Tips. 100 ml Isopropanol kosten ca. 3-4 €. Über die originalen Q-Tips wird gemunkelt, dass diese nicht fuseln. Ich verwende für die Sensorreinigung Q-Tips von Aldi und bin damit glücklich.





Bei der Sensorreinigung mit Isopropanol gehe ich folgenderweise vor:

Den Q-Tip nur leicht in das Isopropanol eintunken. Er soll nur etwas feucht sein und nicht triefnass, damit sich nicht so viele Schlieren beim Verdunsten auf dem Sensor bilden. Schlieren lassen sich meistens nicht ganz vermeiden und müssen trocken nachgewischt werden. Streichen Sie den Q-Tip in parallelen Zügen über die verschmutzten Stellen des Sensors. Den Q-Tip nach Benutzung gleich wegwerfen und einen Neuen nehmen! Tunken Sie den benutzten Q-Tip nicht wiederholt in das Isopropanol!

Nach erfolgter Nassreinigung wird ein Testbild geschossen. Zeigt sich keine Besserung, müssen Sie die Sensorreinigung ggf. wiederholen. Wenn alles nicht hilft, können Sie immernoch eine andere Methode ausprobieren. Die hier vorgestellte Sensorreinigung ist meines Wissens die günstigste und funktioniert.


3. Sensorreinigung mit Discofilm

In diesem Video zeigt FotoTV, wie mit Hilfe von Discofilm - einem Reinigungsmittel für Schallplatten - der Sensor von Staubpartikeln befreit werden kann:




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